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«Amerika ist das schönste Wagnis»

Aimee Mulllins kam ohne Schienbeinknochen zur Welt. Sie ist ein Top-Modell und rennt 100 Meter unter 12 Sekunden.

Von Peter Hossli (Text) und Markus Bertschi (Fotos)

aimee_1.gifAimee Mullins, 24, kam ohne Schienbeinknochen zur Welt. Die Folge der schweren Behinderung: Die Füsse konnten selbst das Gewicht eines Babykörpers nicht tragen. Ein Jahr nach der Geburt entschieden sich die Ärzte, beide Beine unterhalb der Knie zu amputieren. Prothesen, so die damalige Überlegung, würden ihr das Gehen später ermöglichen.

Mittlerweile rennt niemand mit künstlichen Beinen schneller als Aimee Mullins. An den olympischen Spielen in Atlanta 1996 lief die damals 20-jährige Amerikanerin die 100 Meter in weniger als sechzehn Sekunden. Der Weltrekord hat heute noch Bestand, genauso die Bestmarke über 200 Meter. Erneut Furore machte die Tochter von irischen Einwanderern zwei Jahre später in London – als gut bezahltes Model. Der britische Designer Alexander McQueen liess Mullins auf dem Laufsteg seine fürs französische Modehaus Givenchy entworfene Kollektion vorführen; das behinderte Model trug handgeschnitzte Holzstiefel. Prompt schrie die Modebranche auf, die Medien waren entsetzt. Eine «Gratwanderung zwischen Schock und Schick» wollte die «Süddeutsche Zeitung» gesehen haben. Von «Ausbeutung» schrieb der «Figaro». Der deutsche Modemacher Wolfgang Joop nannte den Auftritt von Aimee Mullins in einem NZZ-Gespräch «ein Bild verletzter Endzeitromantik, das Harte kombiniert mit dem Zarten». Die Konkurrenz, etwa aus dem Hause Yves Saint-Laurent, tat McQueen als «Voyeuer und Provokateur» ab. Mullins trug die bizarre Schau den Supermodelstatus ein.

Mit der Presse redete sie hernach lange nicht. Erfolgreich verhinderte sies, zur 2-Minuten-Feel-Good-Story der Abendnachrichten zu werden. Sie war gut beraten, der einladenden Klischeegeschichte – herziges behindertes Mädchen, das rasch rennt und als Model entzückt – auszuweichen. Statt dessen entwickelte sie Experimentalfilme, trat an Designkonferenzen auf und inspirierte etliche Künstler, für sie Prothesen zu entwerfen. «Es sind Leute, die begreifen, das eine Prothese nicht einfach ein Stück Metall ist, sondern etwas Schönes, das jemandem das Gehen ermöglicht», sagt Mullins, eine eloquente, smarte und selbstsichere Frau. Sie witzelt, Körperlänge sowie Schuhgrösse selbst bestimmt zu haben. «Wenn ich die Behindertenwitze vorwegnehme, verstummen die anderen.»

Mullins gründete eine Stiftung für Handikapierte und fordert gängige Schönheitsideale heraus. «Unvollständige Körper können genauso schön sein», sagt sie, in einem Gartencafé in New York sitzend. Die schlicht auftretende Mullins erzählt vom abgeschlossen Diplomatie-Studium in Washington und schwärmt von Bill Clinton. «Der Präsident ist umwerfend», sagt sie. Mullins traf ihn nach den olympischen Spielen im Weissen Haus sowie zwei Jahre später, während dessen Amtenthebungsverfahrens. «Er erinnerte sich an jedes Wort, das wir beim ersten Treffen wechselten.» Wenn sie könnte, würde sie ihn erneut wählen, sagt Mullins, die den US-Wahlkampf genau verfolgt. «Ich wähle links der Mitte.»

Ebt die Modelkarriere dereinst ab, will Mullins zum Film. Unlängst sprach sie bei Steven Spielberg vor – und bekam den Part. Später fiel die Rolle allerdings den Drehbuchüberarbeitungen zum Opfer. Wählerisch bleibe sie trotzdem. Eben schlug sie die Hauptrolle in einer kruden Behindertenkomödie aus. «Stereotypsieren lasse ich mich nicht», sagt sie. «Ich suche Klasse und Integrität.»
Was treibt sie an? «Ich will mich nicht langweilen», sagt Aimee Mullins.

Aimee Mullins, Sie sind ein hochbezahltes Topmodel und rennen allen davon. Was bereitet ihnen Freude?
Aimee Mullins: Nächste Woche fliege ich nach London und hole mir neue Beine ab. Damit kann ich Stöckelschuhe tragen.

Sie kamen ohne Schienbein zur Welt und tragen seit Kindesbeinen Prothesen. Was kosten künstliche Glieder?
Mullins: Etwa 16000 Dollar das Paar. Für robuste Sportfüsse zahl ich 50000 Dollar.

Wer bezahlt, die Krankenkasse?
Mullins: Ich lasse mir die Beine vom britischen Hersteller sponsoren.

Aus was bestehen sie?
Mullins: Innen aus Metall, aussen aus Silikon. Auf den neuen Beinen wirken sogar die meisten Selbstbräuner. Rasieren muss ich meine Unterschenkel übrigens nie.

Wie viele Paare besitzen Sie?
Mullins: Sieben, jeweils für unterschiedliche Absatzhöhen. In New York nutzen sie sich schnell ab; sie halten höchstens zwei Jahre. Besonders mag ich die Rennbeine. Damit schreite ich den Stadtasphalt schnell und aggressiv ab. Jetzt will ich noch Stiefel, die übers Knie reichen. Dann trag ich beim Tanzen Mini-Röcke.

Als was empfinden Sie die künstlichen Beine, als Kleidungsstück?
Mullins: Sie sind ein Teil meines Körpers. Ich spüre sie. Gerade jetzt kralle ich unterm Tisch die grossen Zehen. Sie jucken.

Im Oktober starten in Sydney die olympischen Behindertenspiele. Sie halten zwei Sprint-Weltrekorde. Über welche Distanzen treten Sie heuer an?
Mullins: Ich fahre gar nicht erst hin. Wie schon in Atlanta müsste ich in Australien erneut gegen Armamputierte rennen; da habe ich keine Chance. Für reguläre Rennen verlangt das IOK in jeder Kategorie sechs Sportlerinnen. Ich bin die einzige.

Geben Sie den Sport jetzt auf?
Mullins: Nein. Bei Team-Triathlos werde ich die Velostrecken absolvieren. Vielleicht laufe ich einen Marathon, obwohl das einer Everest-Besteigung entspräche.

Was treibt Sie an, Ihren behinderten Körper derart zu schinden?
Mullins: Habe mich schon immer als Athletin und Kämpfernatur gefühlt. Die körperliche Anstrengung setzt mir aber zu. Amputierte brauchen pro Bein vierzig Prozent mehr Sauerstoff und doppelt so viel Energie wie Gesunde. Weil mir die Waden fehlen, landen beim Rennen zudem alle harten Schläge auf den Knien.

Der britische Designer Alexander McQueen liess sie vor zwei Jahren über den Laufsteg gehen. Es folgte ein Aufschrei. Wie fühlt man sich, wenn man für einen Skandal missbraucht wird?
Mullins: Ihre Frage ist beleidigend. Sie sagen damit, dass alle Behinderten manipulativ und dumm, gesunde Designer aber bösartig und geldgierg seien. Lange vor McQueen habe ich gesellschaftliche Schönheitskonzepte kritisch hinterfragt.

McQueen nutzte Sie aus, um auf Roben aufmerksam zu machen. Sie mussten für seinen simplen Hype herhalten.
Mullins: Hatten Sie nie das Gefühl, ich missbrauche McQueen, um meine Botschaft in die Welt zu trompeten? Immerhin gelangs mir, mit zwei künstlichen Beinen zum Star des wichtigsten Modeereignisses des Jahres zu werden. Dann erhielt ich noch ein exquisites Paar Holzstiefel. Es gibt positive wie negative Ausbeutung.

Welchem Prinzip folgen Sie?
Mullins: Gebrauche was du hast, um zu bekommen was du willst. Ich bekam alles.

Viele hielten die damalige Schau für eine genau kalkulierte Kontroverse.
Mullins: Es gab keine Kontroverse. Niemand wusste, dass mir die Beine fehlen. Erst als mich am nächsten Tag ein Journalist nach den hölzernen Stiefel befragte, brach die Lawine los. Schlimm war eine Geschichte im «Figaro». Alle Fakten, sogar das Bild, waren falsch. Ein Journalist, der die Schau nicht sah, schrieb über das «arme behinderte Mädchen, das ausgenutzt wird, bla, bla, bla». Der Artikel war rein politisch motiviert. Die Franzosen könnens nicht leiden, wenn ein Brite ein klassisches französisches Modehaus leitet. Ich wurde zum Opfer des uralten Zwists zwischen England und Frankreich. Dann verbreitete AP die «Figaro»-Aussagen global; der Skandal war perfekt.

Der Skandal half Ihnen doch enorm und machte Sie weltweit berühmt.
Mullins: Alle profitierten. Nur die Presse nicht. Die Berichterstattung über die McQueen-Schau war eine Beleidigung für alle, die sich Journalisten nennen.

Was haben Sie daraus gelernt?
Mullins: Mein Agent reduzierte die Presseauftritte auf ein Minimum. Ich schwieg ein Jahr. Zudem legte ich mir eine dickere Haut und ein Aufnahmegerät zu; an allen Interviewterminen ist es dabei. Das flösst vielen Angst ein. Journalisten sind oft unsicher, deshalb schreiben sie Dreck. Sie sollten besser den Job wechseln. Ich mag das Fernsehen – es kann nur Aussagen senden, die man tatsächlich macht.

Schock gehört zur Modeindustrie wie Nadel und Faden. Bennetton wirbt seit Jahren so. Waren Sie zu naiv?
Mullins: Die Bennetton-Kampagne mit den Todeskandidaten war abscheulich.

Warum ist das schlimmer als eine Laufstegnummer mit Behinderten?
Mullins: Bennetton benutzt eine politische Aussage, um Kleider zu verkaufen. Mit dem Bennetton-Logo auf dem Plakat setzen sich die Modemacher selbst in die Todeszelle. Auf dem Laufsteg löse ich aber eine Debatte über Schönheitsideale aus. Das banale wie triviale Medium Mode offeriert mir dazu ein globales Forum.

Wie definieren Sie Schönheit?
Mullins: Strahlende Spiritualität, die ausschliesslich von Innen her leuchtet.

Wen finden Sie schön?
Mullins: Paul Newman, seit er siebzig ist.

Was unterscheidet Sie von anderen Models?
Mullins: Ich habe eine Vergangenheit. Die meisten erfolgreichen Models stehen vor der Kamera seit sie vierzehn sind. Ich begann mit 22 – bereits auf höchstem Niveau. Mir sagte nie einer, ich sei zu fett oder ich müsse mir den Kopf rasieren, um trendy zu wirken. Stets wurde ich mit einem eigenständigen Charakter assoziiert. Viele Models sind bloss Kleiderbügel.

Sie werden ständig in Verbindung gebracht mit ihrer schwerer Behinderung, sind ein Topmodel, weil Ihnen die Beine fehlen. Wäre es nicht einfacher, ein gut bezahlter Kleiderbügel zu sein?
Mullins: Manchmal wünsche ich mir das schon. Nach der McQueen-Schau habe ich versucht, als gewöhnliches Model zu arbeiten. Niemand mochte mich fotografieren, ohne zu erwähnen, wer ich bin.

Es reduziert sich alles aufs Bein?
Mullins: Obwohl 75 Prozent der Modeljobs von der Taille aufwärts sind. Etliche Models sagen mir, sie würden dafür töten, um nicht bloss als hübsches Gesicht und perfekt gebauter Kleiderbügel zu gelten.

Dann spüren Sie deren Neid?
Mullins: Nicht mal die notorischen Models, die dauernd ihre Kolleginnen niedermachen, werfen mir Schlamm nach.

Etwa aus falschem Mitleid?
Mullins: Es ist Respekt für meine Arbeit.

Im vergangenen Jahr wählte sie das Magazin «People» zu einer der 50 schönsten Personen der Welt. Erstaunt?
Mullins: Jugendliche, die mit ihrem Äussern zu kämpfen haben, haute das glatt um. Mir verlieh die Wahl Glaubwürdigkeit für Auftritte, bei denen ich über alternative Schönheitsideale spreche.

Haute es Sie um, auf derselben Ebene wie Michelle Pfeiffer, Ricky Martin und Gwyneth Paltrow zu posieren?
Mullins: Ich lag am Boden. Vor allem, weil «People» ein biederes Mainstreamheft ist, das in Kansas Käuferinnen finden muss. An diesem Magazin ist nichts kreativ oder provokant. «People» katapultierte meinen Stellenwert enorm. Plötzlich drehte ich zusammen mit Kate Moss und Andie McDowell L‘Oréal-TV-Spots.

Hatten Sie bis dahin manchmal das Gefühl, unvollständig zu sein?
Mullins: Ich bins nach wie vor. Alle sind unvollständig. Oft vergleiche ich mein Handicap mit Cindy Crawfords Muttermal. Als sie anfing, wurde ihr Leberfleck wegretouchiert. Heute ists ihr Markenzeichen. Cindy und ich sind Supermodels, weil wir etwas haben, das anderen fehlt – das Aussehen und die Haltung.

Die Modeindustrie bevorzugt in der Regel Frauen, die aufs Maul hocken.
Mullins: Derzeit wandelt sich die Industrie. Komplexe Charaktere und smartere Frauen sind wieder vermehrt gefragt.

Trotzdem hören viele Models mit 26 auf und stehen vor dem Nichts.
Mullins: Die sind selber schuld. Models verdienen reichlich Geld und hätten Zeit, es in eine gute Ausbildung zu investieren.

Im vergangenen Jahr schockte der britische TV-Sender BBC die Branche mit Enthüllungen über prekäre Arbeitsbedinungen in der Modeindustrie. Erleben Sie das Geschäft ebenso brutal?
Mullins: Will nicht klagen. Für ein 14-jähriges Mädchen, das 3000 Kilometer entfernt von den Eltern lebt, ists aber bestimmt hart. Zu verurteilen sind nicht die Agenten sondern die Eltern. Es schickt ja auch niemand sein Kind alleine zur Fabrikarbeit. Öfters reisen jetzt Mütter mit.

BBC berichtete über Drogenkonsum und sexuelle Ausbeutung.
Mullins: Klar gibts Drogen – genauso viele wie an der Wall Street oder im Mediengeschäft. Wo Geld fliesst, werden Drogen konsumiert. Manchen Models dienen sie als Krücke. Es ist ein einsamer Job. Ausserdem müssen die Frauen krasse Demütigungen einstecken und werden ständig von schleimigen, drittklassigen Fotografen angemacht. Das kommt in anderen Industrie genauso häufig vor. Die Medien kritisieren uns nur deshalb härter, weil wir im Rampenlicht stehen.

Werden Models ausgebeutet?
Mullins: Wir wissen, auf was wir uns einlassen. Allerdings halten die Agenturen selten, was sie versprechen. Jedes Model hört früh, es würde dereinst zum Supermodel erkoren; die Chancen, die Lotterie zu gewinnen, sind weit grösser. Am Tag, nachdem das schönste Mädchen der Welt die Agentur betrat, kommt bereits das nächste schönste Mädchen vorbei.

Wer schaffts als Model?
Mullins: Frauen, die wissen, wer sie sind. Die Kamera sieht jede Unsicherheit.

Wo entsteht aufregende Mode?
Mullins: In London. Europa ist momentan progressiver als die USA. Dort werden unterschiedliche Schönheitsvorstellungen akzeptiert, gehen Designer echte Risiken ein, entsteht Kunst. Das grosse Geld kriegt man in New York. Deshalb holen sich viele Models den Ruf in Europa – und zocken dann hier ab. In den USA hätte ichs nie auf den Laufsteg geschafft.

Weil Amerika hauptsächlich politisch korrekt denkt?
Mullins: Ja. Überdies mangelts an Visionen. Extravagante US-Designer werden erst dann wahrgenommen, wenn es sie nicht mehr gibt. Heute vermissen alle die wilden Flausen von Isaac Mizrahi. Als der noch entwarf, wurde er belächelt. In England wäre Mizrahi ein Star geworden.

Sie sagen, sie wollten zum Film. Was antworten Sie einem Regisseur, der mit Ihnen Nacktszenen drehen will?
Mullins: Wenn das Projekt stimmt, mach ichs. Warum soll ich nicht sexy sein?

Wie stehts mit Nacktfotos?.
Mullins: Wenn der Fotograf und die Umstände stimmen? Klar. Damit kann ich die Debatte darüber, was ein schöner Körper ist, auf eine noch komplexere und bestimmt provokatantere Ebene heben.

Sie werden so zum Sexobjekt.
Mullins: Alle sind sexuelle Objekte. Wer damit Probleme bekundet, verleugnet einen zentralen Teil des Menschseins. Mir ist dieser Aspekt wichtig. Mein Körper ist nicht weniger sexy weil die Beine fehlen.

In wiefern sind Sie sexy?
Mullins: Ich weiss wer ich bin, und ich fühle mich wirklich wohl in meiner Haut.

Ihre Ärzte vermuten, die Einnahme von Antibiotika zu Beginn der Schwangerschaft hätte zur Behinderung geführt. Sind sie wütend auf ihre Mutter?
Mullins: Als sie die Medikamente einnahm, wusste sie nichts von der Schwangerschaft. Es gibt nur eine Art, meine Behinderung zu akzeptieren, ohne wahnsinnig zu werden: Es war der Wille Gottes.

Als Kind haben Sie sich damit wohl kaum so einfach abgefunden.
Mullins: Natürlich weinte ich oft, fühlte mich genauso erbärmlich wie das dicke Mädchen oder der unsportliche Knabe. Dann habe ich realisiert, dass alle irgendwie behindert sind, und dass eine Behinderung ein enormes Potenzial darstellt.

Wie verlief ihre Pubertät?
Mullins: Es gibt doch niemanden, der die Pubertät glücklich durchlebt. Ich bedauerte, keine Miniröcke tragen zu können.

Wie reagierten die Burschen?
Mullins: Mit Jungs kam ich immer bestens zurecht. Nur: Keiner wollte mich zur Freundin. Ich gehörte nie in diese Kategorie. Mein erster Freund wusste zuerst nichts von meinen Beinen. Später war die Eifersucht meiner Freunde meist ein grösseres Problem als die Beinestümpfe.

Sind Sie in einer Beziehung?
Mullins: Derzeit schaue ich mich um.

Sie sind die schnellste Behinderte der Welt, haben die Universität mit Topnoten abgeschlossen und arbeiten als Model. Warum sind Sie erfolgreich?
Mullins: Hinter meinen Ideen steckt Substanz. Von führenden Persönlichkeiten aus Politik, Design und Unterhaltung habe ich früh viel gelernt. Mir gelingts ausserdem, schnell die Balance zwischen Rampenlicht und Rückzug zu finden.

Sind Sie ambitioniert?
Mullins: Ja. Ambitionen sind doch gut. Was ich verabscheue ist Rücksichtslosigkeit. Schon als Kind wusste ich, dass ich mich nie mit einem öden Bürojob abfinden werde. Finanzieller Erfolg kommt, wenn man etwas gerne gut macht. Leute schätzen Qualität – und bezahlen dafür.

Sind Ihre Freunde eifersüchtig?
Mullins: Sie sagen, «Aimee du kannst dich glücklich schätzen». Glück ist nur umgesetzte Vorbereitung. Wenn du weisst, was du willst, klappts. Es ist ein Klischee, aber: Nur wer nicht aufgibt, hat Erfolg. Wer ausruht, stagniert. Man muss das Leben meisseln. Sonst passiert nichts.

Das tönt nach amerikanischem Traum. Was halten Sie von Amerika?
Mullins: Es ist das schönste Experiment, das die Menschheit je gewagt hat. Alle können hierher kommen und etwas Neues aufbauen. Es spielt keine Rolle, woher jemand kommt, sondern wohin jemand will. Der Engländerin Kate Moss wird immer vorgeworfen, sie stamme aus irgendeinem ärmlichen Vorort. Hier spielt das keine Rolle.

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1 comments

  1. Wie schön für sie!
    Die Reaktionen gegen den Runway von Aimee what? finde ich sicherlich übertrieben, genauso westlich-dumm allerdings die dazugehörige Etablierung als Supermodel. Man sieht einfach daran, dass vor allem ihre Geschichte schick ist, schick wirkt, schick verkleidet werden kann – in ihrem Fall sogar mit in Paris entworfenen Prothesen, mit denen sie Stöckelschuhe tragen kann. Halleluja…
    Sie schöpft aus einem Füllhorn, das durch Menschen, die sich schick-tun gefüllt wird. Großartig? Wahre Größe? Echte Charakterstärke? Eher Opportunismus. Gegen den ich erstmal nichts haben kann – ist er doch uns allen zu eigen.
    Wahrhaftig würde ich sie allerdings nennen, wenn sie ihren finanziellen Überschuss denen zugute kommen lassen würde, die immer noch “einbeinig” ihr Dasein fristen – aus Kriegs-, oder sonstigen Gründen und nicht das Glück hatten in eine Realität hineingeboren zu werden, in der gelangweilte reiche Gönner oder einigermaßen Verrückte Designer für etwas Abwechslung gern eine Karriere “lancieren”.

    sisal | 8/04/2010


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    • Martini

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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt )

      Sep 6th 2014, 2:46pm

      .

      Martini wrote:

      .
      Dieser und der nächstfolgende Beitrag gehören zusammen.

      Anfang März 2013 hatten wir im ZDF-Fernsehen den Spielfilm »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN« laufen. Und viele haben sich diesen Spielfilm im Fernsehen angesehen. Aber schon kurze Zeit später war DIESER SPIELFILM UND ALLES UM WAS ES DARIN GING wieder vergessen.

      Weiterer Spielfilm bezüglich "HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT" in der BRD, d.h. in „Westdeutschland“, dem „unmenschlichen System“ der nachkriegsdeutschen »Fürsorgeerziehung«.

      Der Spielfilm „» Von jetzt an kein zurück « soll Ende 2014 in die Kinos kommen.

      ( 26.08.2014 ) http://www.nwzonline.de/kultur/filmfest-eroeffnet-mit-ben-becker-oldenburger-filmfest-eroeffnet-mit-ben-becker_a_17,0,1995078767.html

      ( 26.08.2014 ) http://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/zum-auftakt-ein-film-aus-oldenburg_a_18,0,213001841.html
      .

      Martini wrote:

      .
      Dieser und der unmittelbar vorhergehende Beitrag gehören zusammen.

      Anfang März 2013 hatten wir im ZDF-Fernsehen den Spielfilm »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN« laufen. Und viele haben sich diesen Spielfilm im Fernsehen angesehen. Aber schon kurze Zeit später war DIESER SPIELFILM UND ALLES UM WAS ES DARIN GING wieder vergessen.

      Und noch ein anderer weiterer Spielfilm bezüglich " HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT " in der BRD , d.h. in „Westdeutschland“, dem „unmenschlichen System“ der nachkriegsdeutschen »Fürsorgeerziehung«.

      Der Spielfilm »FREISTATT« [ Christlich und Brutal ]

      Für das Frühjahr 2015 ist die Premiere geplant.
      ( 26.07.2013 ) http://www.weser-kurier.de/region/diepholz_artikel,-Die-Filmzeitreise-von-Freistatt-_arid,623022.html

      Bevor dieser nämlich in die Kinos kommt, soll er seine Premiere bei einem Festival erleben.
      ( 16.07.2014 ) http://www.bo.de/lokales/kinzigtal/grosse-tochter-beim-heimspiel
      .
      . ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt )

      Nov 18th 2014, 9:17pm

      .
      .
      Oldenburgische Volkszeitung ( 8. Juli 2014 )

      Freistatt-Skandal soll 2015 in die Kinos
      Vechta/Freistatt (nbg). Der Spielfilm handelt von den menschenunwürdigen Zuständen vor 50 Jahren in deutschen Fürsorge-Heimen.
      .
      QUELLE: https://de-de.facebook.com/OVonline/posts/707057879330603
      . ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt )

      Nov 25th 2014, 8:15am

      .
      DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

      Evangelisch-lutherische Fürsorgehölle Anstalt Freistatt.

      Bethel – da war doch mal was! ( Bethels Anstalten! )


      Der Evangelische Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe in seinem Blog, dem Dierk Schaefers Blog , unter der Überschrift »Bethel – da war doch mal was!« @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/11/24/5764/#comments , am Mo. 24.11.2014, um 18:14 Uhr, macht darauf aufmerksam:

      .
      Bethel – da war doch mal was!

      Ein Bettel-Brief aus Bethel. Selbst wenn heute alles anders ist, anders sein sollte, – die Kinderhöllen der Bethel’schen Anstalten leben im Bewußtsein fort. Und die Opfer warten heute noch auf eine Entschädigung.

      .
      [ Ein Bettel-Brief ausgehend von ] Pastor Ulrich Pohl - BETHEL
      Vorsitzender des Vorstandes
      Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
      [ zuvor „ Bodelschwinghsche Anstalten Bethel “ genannt ]
      Quellenhofweg 25, 33617 Bielefeld.
      Telefon: 0521 144-3600. Fax: 0521 144-5138.

      21. November 2014


      Liebe Mitmenschen im Rheinland gesucht.


      Liebe Leserin, lieber Leser,

      Sie und ich wissen, wie glücklich es macht, jemandem eine Freude zu bereiten. Sicherlich erinnern Sie sich gern daran, wie schön es war, als Ihnen selbst unerwartet Gutes widerfahren ist . Dieses Glück und diese Freude können Sie heute selbst bereiten: mit Ihrer Spende für die Menschen von Bethel. Dazu möchte ich Sie heute herzlich einladen.

      Denn bei uns in Bethel stehen kranke und behinderte Kinder und Erwachsene im Mittelpunkt, die für jede Freude dankbar sind. Kinder wie Justin, für den jeder neue Tag ein Geschenk ist. Oder Jungen wie der kleine Alexander, der viel zu früh auf die Welt kam. Nur die Behandlung in unserem Kinderzentrum konnte ihm helfen. Heute ist Alexander ein gesundes und fröhliches Kind.

      Unsere Liebe und Zuwendung gilt auch denjenigen, die im Alter auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Frauen wie Helga Wittstadt, die in jungen Jahren nach Bethel kam, später in der Hauswirtschaft Arbeit fand, und heute einen würdevollen Lebensabend genießt. „ Bethel ist mein Zuhause “, sagt sie lächelnd.

      Die Hilfe für kranke und behinderte Kinder, Frauen und Männer in Deutschland, lebt davon dass so viele Menschen wie möglich unser Anliegen unterstützen. Das was zählt, ist die gute Tat. Darum bitte ich Sie: Helfen Sie mit Ihrer Spende.

      Ich danke Ihnen von Herzen und wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit.

      Ihr
      Ulrich Pohl
      Ulrich Pohl
      Pastor
      .
      Ich als Theologe warte auf eine Erklärung, wie Bethel heute theologisch steht zu Demütigung, Ausbeutung und Mißhandlung seiner Schutzbefohlenen.

      Es reicht nicht, zu sagen, dass heute alles anders ist, dass Bethel in den Fonds [Heimerziehung-WEST] eingezahlt hat, der zudem nicht für ehemalige Heimkinder mit Behinderung zuständig ist. Ich erwarte eine klare Verurteilung der Personen, die dafür verantwortlich waren und der Theologie, die Grundlage von alldem gewesen ist.

      Fangen wir doch einmal bei der Arbeitstherapie und dem protestantischen Arbeitsethos an. Beide kannten keine Rücksicht auf Kinder und ihre Rechte, Kind zu sein.

      Aber die heute Verantwortlichen kennen das Rechtsinstitut der Verjährung krimineller Handlungen .
      .
      [ Und sie machen auch, diesbezüglich , in allen damit in Zusammenhang stehenden zivilrechtlichen Angelegenheiten rege von dieser – Ausrede – „ Einrede der Verjährung “ Gebrauch. ]
      .
      QUELLE: Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/11/24/5764/#comments
      . ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt )

      Nov 26th 2014, 4:18am

      .
      DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

      Evangelisch-lutherische Fürsorgehölle Anstalt Freistatt.

      Bethel – da war doch mal was! ( Bethels Anstalten! )


      .
      Helmut Jacob sagte, am 24. November 2014 um 23:45 Uhr

      im Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/11/24/5764/#comment-6238


      .
      Mein Blogeintrag:

      Bethel auf BetteltourErinnerungsschreiben an Pastor Pohl: Sie haben noch Leichen im Keller

      Die Bethelschen Anstalten haben einen Bettelbrief losgelassen. Dierk Schäfer, evangelischer Pfarrer i.R. hat ihn in seinem Blog veröffentlicht:

      http://dierkschaefer.wordpress.com/2014/11/24/5764/#comments

      Ein markanter Satz in diesem Bettelbrief sprang sofort in die Augen und darum habe ich an Pastor Pohl geschrieben:


      .
      Sehr geehrter Herr Pastor Pohl,

      in Ihrem Bettelbrief an die „liebe[n] Mitmenschen im Rheinland“ schreiben Sie unter anderem: „Unsere Liebe und Zuwendung gilt auch denjenigen, die im Alter auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.“ Bravo, möchte ich Ihnen zurufen, das sollte Aufgabe einer Behinderteneinrichtung sein. In diesem Zusammenhang muss ich Ihnen aber auch schreiben: Sie haben noch Leichen im Keller. Es sind jene ehemaligen Heimbewohner, die in Häusern Ihrer Einrichtung in den zweieinhalb Nachkriegsjahrzehnten misshandelt und als Arbeitssklaven gehalten wurden. Googlen Sie einfach mal nach Martin Mitchell, Dierk Schäfer, „Verein ehemaliger Heimkinder“ und „Blick über den Tellerrand“ auf der HP http://www.gewalt-im-jhh.de . Dort werden Sie einen riesigen Sündenkatalog Ihrer Vorgänger finden. Ein Skandal ist es, dass die Rechtsnachfolger der Einrichtungen für behinderte Menschen, in denen jahrzehntelang Verbrechen an Heimbewohnern stattfanden, sich hinter dem 'Fonds für ehemalige Heimkinder' verschanzen und selbst keine Anstalten machen, eine angemessene Entschädigung, die den Namen auch verdient hat, zu entrichten. Meinen Sie nicht auch, sehr geehrter Herr Pohl, dass es moralisch verkommen ist, für die Verbrechen nicht opferwürdig einzutreten? Falls Sie noch nicht wissen, was die Opfer auch Ihrer Einrichtung fordern: 300,-€ Opferrente monatlich bis zum Lebensende oder eine Einmalzahlung von 54.000,-€. Gemessen an den Taten und den sich daraus ergebenden Entschädigungsansprüchen stellen diese Forderungen geradezu ein Klimpergeld dar. Immerhin hat Ihre Einrichtung Existenzen zerstört, Menschen in die Armut getrieben und ein würdiges Leben auf diesem Planeten unmöglich gemacht.

      Dieser Makel wird Ihnen anhängen, sehr geehrter Herr Pohl, solange noch Opfer Ihrer Einrichtung leben, die in der Lage sind, das Erfahrene Leid anzuprangern und solange es noch Menschen und Organisationen gibt, die den Umgang mit diesen Verbrechen verurteilen und dies öffentlich zum Ausdruck bringen.

      Stellen Sie Ihre Glaubwürdigkeit wieder her, indem Sie:
      1. sich überzeugend und nicht floskelhaft bei den Opfern entschuldigen
      2. dafür sorgen, dass die Entschädigungsforderungen umgesetzt werden
      3. den Opfern ein bleibendes Denkmal beispielsweise an Ihrer Zionskirche und in Freistatt einrichten.
      4. dafür sorgen, dass Ihre Opfer einen Lebensabend in Würde erleben.

      Mit freundlichem Gruß

      Helmut Jacob
      . . .
      . ––––––––––––––––––––
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt )

      Jan 27th 2015, 7:21am

      .
      SR - Saarländische Rundfunk @ http://www.sr-online.de/sronline/extrawebs/max_ophuels_preis_2015/neues_vom_festival/interview_rosenkoetter_wolfgang_zeitzeuge_freistatt_mop100~print.html [ Letzte Aktualisierung: 23.01.2015 - 15:56:28 Uhr (MEZ) ]

      .
      „Wir mussten nur arbeiten, arbeiten, arbeiten“

      [ bezüglich dem westdeutschen evangelisch-lutherischen Bethel-eigenen Arbeitslager "FREISTATT im Wietingsmoor", in dem auch ich in den 1960er Jahren ein jugendlicher Zwangsarbeiter war, bevor es mir gelang im Alter von 17½ Jahren nach Australien zu entfliehen. ]

      Unterdrückung, Gewalt, Verzweiflung – in der Diakonie Freistatt, einem Heim für Schwererziehbare, sollten Jugendliche zu „anständigen Jungen“ werden. Dabei hatten sie nichts zu lachen. Erziehungsmethode war schwere Arbeit und gewaltsame Züchtigung. Wolfgang Rosenkötter war einer dieser Jungen. Sein Leben ist Grundlage des Films „Freistatt“, der am Donnerstagabend [ 22. Januar 2015 ] beim Max Ophüls Preis Premiere feiert.

      (21.01.2015) Der Film thematisiert den Widerstand des 14-jährigen Wolfgangs gegen ein System der Unterdrückung und Gewalt in der Diakonie Freistatt, einem Heim für Schwererziehbare.

      Das Drehbuch zum Film basiert auf den Erinnerungen des Zeitzeugen Wolfgang Rosenkötter. Rosenkötter war insgesamt 14 Monate in der Diakonie Freistatt, in der den Jugendlichen Gewalt angetan wurde und sie schwere Arbeit leisten mussten: „Wir mussten nur arbeiten, arbeiten, arbeiten – von morgens bis abends, sechs Tage die Woche. Sonntags Kirche und das war es. Schule gab es nicht.“ Er unternahm drei Fluchtversuche – bei allen kam er immer bis nach Hause, wurde aber vom Vater immer wieder zurück gebracht. Nach dem dritten Mal resignierte er und blieb dann bis zur Entlassung.

      Max Ophüls Preis 2015

      Rezension: Freistatt [ Letzte Aktualisierung: 23.01.2015 - 15:56:28 Uhr (MEZ) ]

      Über die SR-Koproduktion "Freistatt"

      Im Film übernimmt Louis Hofmann die Rolle von Wolfgang Rosenkötter, der am Premierenabend seinen 70. Geburtstag feiert. Wir haben bereits vorher mit ihm über Vergangenheitsbewältigung und den Film gesprochen.

      –––––––––––––––––––––––––––––––––––

      SR-Online: Herr Rosenkötter, wie viel Wahres ist dran am Film?

      Wolfgang Rosenkötter: Was im Drehbuch steht, ist alles wahr. Allerdings war meine Lebensgeschichte nur ein Anhaltspunkt und ein roter Faden für das Drehbuch. Natürlich mussten die Filmemacher wegen der Dramaturgie ein bisschen Action reinbringen, aber die Inhalte sind alle so passiert. Es ist nichts beschönigt, nichts überzeichnet. Alles ist so geschehen, aber nicht unbedingt mir.

      SR-Online: Regisseur Brummund ist 2009 mit seiner Filmidee an Sie herangetreten. Wie haben Sie reagiert?

      Rosenkötter: Ich war natürlich mit dem Film einverstanden. Es hat gut getan, dass jemand da war, der Interesse daran hatte, die Dinge, die uns damals geschehen sind, zu zeigen. Ich fand das sehr gut. Wir haben uns dann über 1,5 Jahre etwa alle zwei Monate einen ganzen Tag lang zusammengesetzt. Ich habe einfach meine Geschichte erzählt, Herr Brummund hat aufgeschrieben. Daraus ist mit Nicole Armbruster [Buch] dann zusammen das Drehbuch entstanden.

      SR-Online: Ist es Ihnen nicht schwer gefallen über ihre Erlebnisse in Freistatt zu sprechen?

      Rosenkötter: Die Gespräche mit dem Regisseur waren eine Aufarbeitung. Das war schon manchmal sehr heftig für mich; es hat mir aber trotzdem geholfen. Der Film bedeutet für mich eine Anerkennung in der Form, dass gezeigt wird, was wir erleben mussten, welches System damals geherrscht hat.

      SR-Online: Welche Wirkung beim Publikum erhoffen Sie sich von dem Film?

      Rosenkötter: Der Film soll bewirken, dass das Publikum darüber nachdenkt, was geschehen ist, das auf sich wirken lässt und daraus den Schluss zieht, dass so etwas nie wieder passieren darf. Dass man Kinder und Jugendliche nicht einfach ins Heim stecken und vergessen darf, sondern, dass man mehr tun muss.

      SR-Online: Sie selber haben den fertigen Film bisher noch nicht gesehen, sind Sie aufgeregt oder vielleicht sogar ängstlich?

      Rosenkötter: Ängstlich bin ich auf keinen Fall. Ich empfinde eher Vorfreude bzw. Spannung, besonders nachdem ich einige Ausschnitte gesehen hab, ist die Spannung noch größer geworden. Und ich habe natürlich den Wunsch, dass der Film prämiert wird. Das wäre natürlich das Schönste.

      SR-Online: Das damalige Freistatt heißt heute Bethel im Norden. Dort wohnen Jugendliche in Wohngruppen. Sie arbeiten dort als Vertrauensperson für die Jugendlichen. Wieso haben Sie diese Aufgabe übernommen?

      Rosenkötter: Ich habe sofort zugesagt, weil wir früher niemanden hatten, an den man sich mit seinen Sorgen und Nöten wenden konnte. Ich finde es wichtig, dass die Jugendlichen einen Ansprechpartner haben, der das selber erlebt hat und im Heim war, der das dann vielleicht ein bisschen besser verstehen kann, wie man sich fühlt, wenn man von zu Hause weg ist. Es ist wichtig, dass man sich aussprechen kann.

      SR-Online: Sie sind regelmäßig vor Ort, um mit den Jugendlichen zu sprechen und auch bei den Dreharbeiten für den Film haben Sie den Schauplatz Ihrer Vergangenheit wieder besucht. Ist das nicht unglaublich belastend?

      Rosenkötter: Zu Anfang war es natürlich schwer. Inzwischen kann ich damit gut umgehen. Ich habe von 2006 bis 2009 eine Therapie gemacht. Ich wollte die Vergangenheit aufarbeiten. Das ist auch gut gelungen. Jetzt sind das natürlich immer noch Erinnerungen und diese sind auch schmerzhaft, aber ich kann damit umgehen.

      SR-Online: Hatten Sie nach ihrer Zeit in Freistatt jemals wieder Kontakt zu Ihren Peinigern?

      Rosenkötter: Viele Diakone sind mittlerweile verstorben. Die meisten haben das wahrscheinlich genauso wie wir verdrängt. Es ist ja nicht angenehm damit konfrontiert zu werden. 2006 gab es eine Lesung des Buches „Schläge im Namen des Herren“ zur Geschichte der Heimkinder in Deutschland. Bei der Lesung waren nur noch zwei ehemalige Diakone da, die auch zu meiner Zeit in Freistatt waren. Einer davon hat sich anschließend bei mir entschuldigt. Die Entschuldigung habe ich angenommen, weil mir klar war, dass er damals auch ein junger Diakon war. Die Diakone waren zum Teil strafversetzt und mussten sich auch dem System unterordnen und haben das gemacht, was man ihnen gesagt hat. Eine Entschuldigung vom Hausvater und seinem Stellvertreter hätte ich aber nicht angenommen. Die haben mich so gequält. So etwas kann man nicht verzeihen.

      SR-Online: Sie werden am Premierenabend 70 Jahre alt. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

      Rosenkötter: Ich wünsche mir viele gute Jahre, andere Jahre als bisher. Mein neues Leben hat erst relativ spät, nämlich 2006 angefangen. Das vorherige Leben war einfach geprägt durch die Zeit im Heim.

      (Das Gespräch führte Lisa Tüch)
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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt )

      Feb 14th 2015, 8:58pm

      .
      Der Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms " VON JETZT AN KEIN ZURÜCK ", Christian FROSCH, schrieb mich an am Sa. 14.02.2015 bezüglich genau diesem seinem KINOFILM über die Heimerziehung in der BRD --- wie folgt:

      .
      Lieber Martin Mitchell,

      ich bin der Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms " VON JETZT AN KEIN ZURÜCK ".
      Der Film thematisiert die geschlossene Heimerziehung in der BRD. Ich schreibe Ihnen deshalb, da ich bei der Recherche unzählige Male auf Ihren Namen gestoßen bin.

      " VON JETZT AN KEIN ZURÜCK " entstand auf der Basis von Gesprächen mit Opfern und Tätern. Konkret werden die Zustände im berüchtigten Heim der Diakonie “Freistatt” und in einem katholischen Mädchenheim der sog. "Barmherzigen Schwestern" exemplarisch gezeigt. Der Film beginnt im Jahr 1967 und endet 1977. [ vergleiche: "Dortmunder Vincenzheim" - M.M. ]

      Der erste Anstoß zu dem Film war, dass ich vor 7 Jahren jemanden kennen lernte, der Opfer dieser “Erziehung” wurde und ich darauf hin unbedingt wollte, dass dieser dunkle Teil der Geschichte mit einem Spielfilm gewürdigt wird. Es ging mir in dem Film nicht nur um die Rekonstruktion der äußeren Tatsachen, sondern auch darum, zu zeigen, was für (innere) Konsequenzen und Traumata die Folge sind. Ferner wollten wir den gängigen Bildern der 60er Jahre, die durch Pop, Revolte und Sexuelle Revolution dominiert werden, etwas entgegen halten. Das Bewusstsein über Geschichte wird ja wesentlich auch durch Bilder aus Filmen geprägt. Unser Film will die Ereignisse im Bewußtsein halten und Diskussionen und Kontroversen auslösen.

      Die Geschichte soll auch nach dem “Runden Tisch” nicht ad acta gelegt werden!!!!!

      " VON JETZT AN KEIN ZURÜCK " ist auch das Portrait einer Zeit in der Bundesrepublik, in der die Gegensätze aufeinander prallten.

      „Die Geschichte ist nicht tot. Sie ist nicht einmal vergangen.“ (William Faulkner)

      Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen könnten. Da wir nicht die Mittel für eine große PR- Maschinerie haben ist es wichtig, dass der Film sich über diejenigen verbreitet, denen dieses Thema am Herzen liegt. Denn es gibt auch mächtige Gegner, die kein Interesse daran haben, dass das Thema in der Öffentlichkeit bleibt.

      Vielen Dank im Voraus und auch vielen Dank für die großartige und wichtige Arbeit, die Sie geleistet haben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Christian Frosch

      " VON JETZT AN KEIN ZURÜCK " KINOSTART 12. März 2015

      vorausgewählt für den Deutschen Filmpreis, Seymour Cassel Award für Victoria Schulz,

      Lola at the Berlinale, Eröffnungsfilm Int, Filmfestival Oldenburg, Festivals u.a. Int. Filmfestival Mannheim/Heidelberg, Diagonale (Graz)



      Official Trailer @ https://www.youtube.com/watch?v=DVWduLYcbBM
      .
      Weiterverbreitung des Ganzen erlaubt und ausdrücklich erwünscht.
      . ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Post was edited 4 times, last by “Martini” ( Feb 17th 2015, 2:05am ).

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      Feb 15th 2015, 12:49am

      DAS - Martin -- nenne ich einen Erfolg.
      Herzlichen Glückwunsch dazu!!

      :hutab:








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    • burkhard1

      Guest

      Mar 1st 2015, 1:09pm

      Mandolinchen hat mir eine Info zukommen lassen, die ich ins Forum stellen soll:
      Am Freitag den 20. März findet in Freistatt "Haus Moorhort" eine Ausstellung statt. Sie bekam einen Gemeindebrief, da stand das drin. Soll Alle schön grüßen.
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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt )

      Apr 29th 2015, 11:26am

      .
      „Die Kreiszeitung gehört zu den fünf größten Tageszeitungen in Niedersachsen. Sie erscheint in der Stadt Syke (Landkreis Diepholz) etwa 20 Kilometer südlich von Bremen, wo sie der größte private Arbeitgeber ist.“ ( WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Kreiszeitung )

      .
      Kreiszeitung.de @ https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/kirchdorf-ort120456/ausstellung-haus-moorhort-zeigt-leben-fuersorgezoeglinge-freistatt-4838049.html

      Ausstellung im Haus Moorhort zeigt das Leben der Fürsorgezöglinge in Freistatt

      Blick in die Geschichte

      20.03.2015

      Freistatt - Von Sylvia Wendt. Wer das Buch als Dekoration auf die Ablage gelegt hat, bewies ein hohes Maß an Humor: „Glückliche Kinder“ von Johanna Spyri liegt im als Büro hergerichteten Raum. Doch: Glückliche Kinder hat das gesamte Haus Moorhort nie gesehen. Das dunkle Kapitel der Fürsorgezöglinge, die bis 1974 nach Freistatt geschickt wurden, kann ab sofort in Moorhort in Freistatt in Ansätzen nachempfunden werden.

      Für die Dreharbeiten zu Marc Brummunds preisgekröntem Film „Freistatt“, der im Sommer in die Kinos kommt, stellt Bethel im Norden 2013 das Haus Moorhort bereit. Einst gab es vier baugleiche Häuser für die Zöglinge, übrig ist nur noch Moorhort – und zwar sehr authentisch, viel verändert an der Bausubstanz wurde in den Jahren nicht. Das Team richtet die Räumlichkeiten her und etliche der Kulissen dienen jetzt dazu, dem Besucher der Ausstellung einen Einblick zu geben, wie die Jungs zwischen 1945 und 1974 dort lebten.

      Nicht schön. Die karge Ausstattung, die fehlende Privatsphäre gipfeln nach vielen Treppenstufen, im Wortsinn, in den Besinnungszellen mit Guckloch unter dem Dach in der dritten Etage. Jugendhilfe hat sich verändert: Wie sie heute aussieht, skizzierte Rüdiger Scholz, Bereichsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe von Bethel im Norden. Heute gebe es ein Leistungsgesetz, man arbeite in Sozialräumen und sehe Kinder und Jugendliche in einem ganz anderen gesellschaftlichen Kontext. „Eigentlich müssten oft die Eltern untergebracht werden und nicht die Kinder“, übt Scholz Kritik am System. Besonders im Hinblick auf die vielen medial verbreiteten Schicksale von Kleinkindern: „Da fehlt eine Eingreifbehörde. Da müsste auch der öffentliche Träger versuchen, mehr Flagge zu zeigen.“ Bethel im Norden trage den Anforderungen Rechnung, verdichte die personelle Betreuung und setze auf Spezialisierung der Fachkräfte.

      [ Bilderstreifen: 28 Bilder insgesamt ]

      Bethel im Norden präsentiere sich als offener Ansprechpartner, das betont Geschäftsführerin Luise Turowski. Sie erinnert an die Anfänge der Diskussion mit ehemaligen Zöglingen, die den Blick zurück überhaupt erst eingefordert hätten. Um Erlittenes verarbeiten zu können. Um Ausgleich zu verlangen.

      Warum die Ausstellung erforderlich ist, erklärt der ehemalige Zögling Wolfgang Rosenkötter: „Damit unsere Geschichte ein Gesicht kriegt.“ Durch die Ausstellung in Moorhort sei die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit möglich, das Haus müsse als Erinnerungsstätte erhalten bleiben, für „die Dinge, die wir erlebt und erlitten haben. Denn so etwas darf nie wieder passieren.“

      Auch Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der von-Bodelschwingschen Stiftung Bethel, erlebt Moorhort als Chance, einen „tiefen Eindruck zu bekommen“: Man könne sich nicht distanzieren. Er sagt, man könne Erlittenes nicht wieder gut machen, aber Unterstützung geben, Hilfestellung und um Entschuldigung bitten. 22389 Mal: Soviele Jungen und junge Männer waren zur Fürsorgeerziehung bis 1974 in Freistatt.

      Moorhort kann nach Anmeldung besichtigt werden.
      .
      QUELLE: @ https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/kirchdorf-ort120456/ausstellung-haus-moorhort-zeigt-leben-fuersorgezoeglinge-freistatt-4838049.html
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      Post was edited 1 time, last by “Martini” ( Apr 29th 2015, 2:26pm ).

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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt )

      Apr 30th 2015, 5:50am

      .
      Zusätzlich zu der von mir im unmittelbar vorhergehenden Beitrag veröffentlichten Bekanntgebung entdeckte ich auch gerade auf der Facebookseite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. folgende weitere kurze Bekanntgebung bezüglich einem Ehemaligen-Treffen nächste Woche in Freistatt:

      .
      Kam mir heute auf Umwegen auf den Tisch geflattert. Das Treffen findet am [ Dienstag ] 05.05.2015 um 15:00 Uhr im Haus Moorhort statt.

      »In diesem Jahr lade ich (Rüdiger Scholz, Bereichsleiter von „Bethel im Norden“, H.D.) Sie nach Freistatt ein und zwar in das Haus Moorhort. Hier ist ein Erinnerungshaus entstanden und dort wurde ein Kinofilm gedreht“ ….. „Natürlich ist das Treffen gedacht für diejenigen, die in Freistatt waren. Aber selbstverständlich kann auch gerne jemand kommen, der nicht in Freistatt war“. Damit wir besser planen können, freuen wir uns, wenn Sie sich per Mail oder Telefon kurz bis zum 03.05.2015 anmelden unter Tel. 05448/88580 oder E-Mail: ruediger.scholz@bethel.de «
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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt ). ----- Jetzt kommt der Spielfilm ausschließlich über diese Erziehungsanstalt.

      May 26th 2015, 12:24pm

      .
      FREISTATT (TRAILER OFFICIAL) YouTube
      Hochgeladen von Edition Salzgeber



      https://www.youtube.com/watch?v=b72pSA7aGyY (Länge 2 Min. und 27 Sek.)

      Der damit in Zusammenhang stehende Kommentar der Person/Organisation, die es hochgeladen hat:

      .
      Published on Apr 29, 2015

      FREISTATT
      ein Film von Marc Brummund
      Deutscher Kinostart: 25. Juni 2015
      mit Louis Hofmann, Alexander Held, Max Riemelt, Katharina Lorenz, Stephan Grossmann, Uwe Bohm u.a.
      D 2015, 104 Minuten, deutsche Originalfassung
      UA: Max Ophüls Preis Saarbrücken, Wettbewerb

      KURZINHALT

      Sommer 1968. Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren. Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater. Als er von seiner Familie in die abgelegene, kirchliche Fürsorgenanstalt FREISTATT abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann: Verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill während der als Erziehung verbrämten täglichen Arbeitseinsätze in den Mooren der Umgebung. Doch für Wolfgang ist eins klar: Seine Sehnsucht nach Freiheit wird er so schnell nicht im Moor begraben.

      Category
      Film & Animation

      License
      Standard YouTube License
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      May 26th 2015, 2:51pm

      Man Man -schon der Trailer hat mich tief berührt . Ich weiß nicht ob das so gut ist mir diesen Film im Kino anzusehen.
      Zu Hause, allein, wäre es wohl besser. Doch so lange möchte ich nicht warten. Darum: Ich versuche es, ich geh ins Kino. :tschtc:








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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt ). ----- Jetzt kommt der Spielfilm ausschließlich über diese Erziehungsanstalt.

      May 31st 2015, 5:18am

      .
      Wer sich jetzt noch einmal genau über FREISTATT informieren möchte , bevor sie/er sich diesen jetzt erscheinenden – im vorletzten Beitrag erwähnten – Film ansieht, kann dies hier in diesem Thread tun .

      Martini wrote:

      .
      ERSTENS:

      " FREISTATT " DER FILM @ http://www.freistatt-film.de/

      RECHTS UNTEN AUF DIESER HOMEPAGE
      Menü - Auswahl - Möglichkeiten - Knöpfe - IN GROßBUCHSTABEN
      ( Ungeachtet wo auf der Webseite man sich gerade befindet, die URL und Hompage-Maske auf dieser Internet-Präsentation bleibt jeweilig unverändert )

      ZWEITENS:

      " FREISTATT " DER FILM
      Alles in einem Dokument @ http://www.gew-hb.de/Binaries/Binary23739/FREISTATT.pdf ( insgesamt 8 Seiten - 288.28 KB - erstellt 2015 )
      .

      Martini wrote:

      .
      .
      epd film @ http://www.epd-film.de/filmkritiken/freistatt

      Kritik zu " FREISTATT "

      Marc Brummund gelang ein eindrücklicher Film über gewalttätige Heimerziehung in den späten 60er Jahren. Gedreht wurde an den realen Schauplätzen [ im Bethel-eigenen FREISTATT im Wietingsmoor (Niedersachsen) ]

      13.05.2015

      Rudolf Worschech

      Wer an die späten 60er Jahre in der Bundesrepublik denkt, dem kommen unweigerlich Bilder in den Sinn von protestierenden Studenten, jungen Männern mit langen Haaren, Rockkonzerten mit kreischenden Jugendlichen. 1967 schon drehte Peter Fleischmann seinen legendären Dokumentarfilm Herbst der Gammler, ein Blick auf jene Gruppe der Wohlstandsverweigerer – und vor allem die Reaktionen auf sie. Aber bis der Aufbruch wirklich in der Gesellschaft ankam – darüber sind Jahrzehnte vergangen.

      [ BILD: Filmzene aus dem Film " FREISTATT " ]

      Nicht umsonst beginnt Freistatt im Sommer 1968. Der Umbruch war noch ganz weit weg von der norddeutschen Kleinstadt, in der der 14-jährige Wolfgang (Louis Hofmann) von seinem Vater (Uwe Bohm) und mit Billigung seiner Mutter (Katharina Lorenz) in die Diakonie Freistatt, ein sogenanntes Fürsorgeheim für schwer erziehbare junge Männer, abgeschoben wird. Als er mit dem VW-Bus im Heim ankommt, bietet sich eher eine Idylle: Der Heimleiter beschäftigt sich mit der Pflege seines Gartens, und über dem Ganzen liegt eine sonnendurchflutete Friedfertigkeit.

      [ BILD: Filmzene aus dem Film " FREISTATT " ]

      Aber die hält nicht lange an. Im Heim regiert die Gewalt. Die Erzieher, die sich mit »Bruder« anreden, prügeln und strafen drakonisch, und unter den Jungs gibt es ein genau abgestuftes Machtgefüge. In das sich Wolfgang nicht einpassen will. Die echte Anstalt Freistatt, in der der Film auch gedreht werden konnte, war eine Dependance der Betheler Bodelschwinghschen Anstalten – und schweißtreibende Arbeit war Teil des Konzepts. Die Jungs müssen im Moor Torf stechen, den der Anstaltsleiter Herr Brockmann an lokale Bauern verkauft.

      [ BILD: Filmzene aus dem Film " FREISTATT " ]

      Es kommt nicht von ungefähr, dass im Zuschauer unweigerlich Assoziationen an KZ-Häftlinge aufsteigen, wenn die Zöglinge in Draisinen und mit Holzpantinen bekleidet ins Moor fahren. Und noch dazu das Lied von den Moorsoldaten singen, das im KZ Börgermoor entstand. Das kommt aber nicht als billige Kirchenkritik herüber (80 Prozent aller Heime waren damals in kirchlicher Trägerschaft), sondern wirkt eher als Hinweis auf die Kontinuität autoritärer Strukturen, die sich von der faschistischen in die Nachkriegsgesellschaft – die ja alles andere als liberal war – herübergerettet haben.

      [ BILD: Filmzene aus dem Film " FREISTATT " ]

      Man merkt dem Film sein Anliegen durchaus an – ein Thesenfilm ist daraus aber nicht geworden. Das liegt auch an seinen Darstellern, allen voran Louis Hofmann als Wolfgang und Alexander Held als Anstaltsleiter, der eine umwerfende Performance in Sachen subtilem und explizitem Sadismus hinlegt. 3000 solcher Heime hat es, informiert der Nachspann des Films, in den 60er Jahren noch gegeben; ihre gewalttätige Geschichte ist aber erst spät ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gedrungen. Es gibt heute noch Menschen, die die Folgen der Studentenbewegung infrage stellen. Die sollten sich schleunigst diesen Film anschauen.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
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    • Martini

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      Freistatt Diakonie Freistatt Bethel ( eigentlich „Antalt Freistatt im Wietingsmoor“ genannt ). ----- Jetzt kommt der Spielfilm ausschließlich über diese Erziehungsanstalt.

      Jun 22nd 2015, 3:31am

      .
      Ich werde dann wohl den speziell von mir am Donnerstag, 28. Mai 2015, um 12:43 Uhr, für den KINOSPIELFILM " FREISTATT " »KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT « eingerichteten Thread @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17977-KINOFILM-ausschließlich-über-ev-Erziehungsanstalt-FREISTATT/?postID=461901#post461901 aufgeben müssen und stattdessen HIER DIESBEZÜGLICH weiter schreiben und informieren müssen.

      Martini wrote:

      .
      http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/sendung-vom-14062015-112.html

      ttt - titel thesen temperamente

      SENDETERMIN [ war ] So., 14.06.2015 | 23:05 Uhr | Das Erste | ARD

      PRODUKTION: Diese Sendung wurde vom Hessischen Rundfunk produziert.

      " FREISTATT " - Ein Spielfilm zeigt jetzt die Qualen der ehemaligen Heimkinder in der Bundesrepublik

      @ http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/die-qualen-ehemaliger-heimkinder-in-der-bundesrepublik-100.html

      .
      Video : Die Qualen ehemaliger Heimkinder in der Bundesrepublik

      14.06.2015 | 05:53 Min. | Verfügbar bis 06.08.2015

      Über einer halbe Million Kinder und Jugendliche wurden von den 1950ern bis in die 1970er Jahre in Heime gesteckt, gequält und ausgebeutet. Dieses bittere Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte zeigt der Film " FREISTATT " von Marc Brummund.

      [ Text @ http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/sendung-vom-14062015-112.html ]

      " FREISTATT " - Ein Spielfilm zeigt jetzt die Qualen der ehemaligen Heimkinder in der Bundesrepublik

      Wolfgang: Das ist der Sohn vom Ex, ein unbequemes Kind, lästig. Die Lösung des Stiefvaters: Erziehungsheim. Geschehen 1968: Es ist die Zeit von Rock'n'Roll und Studentenrevolte. Und Wolfgang hat keine Ahnung, was auf ihn zukommt im Heim "Freistatt", südlich von Bremen. Jetzt hat sich Regisseur Marc Brummund dieses Themas angenommen. Sein Film " FREISTATT " erzählt die Geschichte von Wolfgang Rosenkötter, der in diesem Heim in Freistatt "Zögling" war. Für ihn war es wichtig, dabei zu sein bei den Dreharbeiten am Originalschauplatz. Er will zeigen, dass er kein Einzelschicksal ist.

      40 Jahre lang war Rosenkötter nicht in der Lage, darüber zu sprechen."Man ist der Junge wieder von früher und das macht natürlich auch Schmerzen, auch körperliche", sagt der ehemalige Heiminsasse heute. "Das morgendliche Aufstellen, die Kommandos, die ständigen, das bleibt. Diese ganzen kleinen physischen und psychischen Demütigungen, die schwere Arbeit, das ständige Schlagen – diese Angst hat sich dann hier vom ersten bis zum letzten Tag fortgesetzt."

      Langes Schweigen über Misshandlungen

      Der Film erzählt eindringlich, was über einer halben Million Kinder angetan wurde – in kirchlichen und staatlichen Heimen der Bundesrepublik und das bis Anfang der 70er Jahre. Öffentlich wurde das erst 40 Jahre später: Das Buch "Schläge im Namen des Herrn" des Journalisten Peter Wensierski brachte die Misshandlungen 2006 erstmals an die Öffentlichkeit. Was folgte, war ein Runder Tisch des Deutschen Bundestages und leider eine für die Opfer kaum befriedigende Entschädigung.

      Seitdem hat auch Regisseur Marc Brummund dieses Thema nicht mehr losgelassen. Er hatte nie zuvor von Freistatt gehört, obwohl er nur wenige Kilometer vom Heim entfernt aufgewachsen ist. "Ich selbst habe eine sehr glückliche Kindheit da verbringen dürfen und die Vorstellung, dass es vielen, vielen Kindern und Jugendlichen in der Zeit sehr viel anders ging. Das hat mich schon sehr bewegt", so Brummund.

      Keine Chance zur Flucht

      Wo kurz zuvor ein Arbeitslager für Jugendliche war, hat der Regisseur als Kind Moorwanderungen gemacht. Die Diakonie Freistatt in Niedersachsen galt als eine der härtesten Einrichtungen und als Endstation vieler Heimkarrieren: Statt Schule Torfabbau, statt Fürsorge den Willen brechen, systematisch, sechs Tage die Woche, morgens bis abends: "Man musste in den ersten drei Monaten, in denen man hier war, so Holzstiefel tragen, dass man nicht weglaufen konnte", erinnert sich Rosenkötter. "Und das war besonders schwer dann dort zu arbeiten, weil das Moor hat ja immer auch runtergezogen, der Torf war ja glitschig, der Untergrund. Aber man wurde dann immer wieder angetrieben von den Erziehern."

      Eine Flucht durch die Moorlandschaft war fast unmöglich. Völlig abgeschieden liegt dieser Ort: Was hier passiert ist, hat kaum einer mitbekommen. Freistatt ist eine der ersten Anstalten, die sich - wenn auch erst seit zehn Jahren - zu ihrer Vergangenheit bekennt. Zwangsarbeit – auch im Winter, mit abgefrorenen Fingern.

      Dokumentationszentrum gegen das Vergessen

      Wolfgang Rosenkötter baut heute in Freistatt ein Dokumentationszentrum auf. Damit die Geschichte nicht vergessen wird. Wie der christliche "Bruder" sie hier auch nachts durchs Fenster überwachte. Totale Kontrolle, Ausbeutung und Misshandlung – das Erbe des Nationalsozialismus? Der Film macht deutlich, wie so ein System funktioniert, das die Jugendlichen dazu bringt, sich auch noch gegenseitig zu quälen.

      Die Schauspieler machen das Leiden und die Einsamkeit der Jungen beeindruckend spürbar. "Da wurde untereinander aufgepasst", so Brummund, "da gab es Vertrauensjungen für die Erzieher, die letztendlich immer geschnüffelt haben, wenn sich zwei Jungs zu sehr angefreundet haben. Und so ist auch gar keine Nähe entstanden. Und das führte zusätzlich zu der physischen Härte noch zu einer psychischen Verrohung und Härte."

      " FREISTATT ": Ein Film, der klar macht, warum es wichtig ist, dieses traurige Kapitel unserer jüngeren Geschichte endlich vollständig aufzuklären – nicht nur für die mehr als 600.000 ehemaligen Heimkinder.

      Autorin: Katja Deiß

      Info-Box: " FREISTATT "
      Regie: Marc Brummund
      mit Louis Hofmann, Alexander Held, Stephan Grossmann u.a.
      Länge: 108 Min.
      FSK ab 12 freigegeben
      Kinostart: 25.6.2015

      Stand: 15.06.2015 12:10 Uhr
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      QUELLE: http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/sendung-vom-14062015-112.html
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